Die Mehrheit unserer ca. einhundert Billionen Mikroorganismen befinden sich in unserem Darm und haben einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden, Essverhalten, Gelüste, die Abwehr von Krankheitserreger und die Nährstoffverwertung- / Verschwendung.

Es gibt unterschiedliche Arten der Darmbakterien. So ziehen beispielsweiße sogenannte Firmicutes mehr Kalorien aus der Nahrung als Lactobacillen.
In der Praxis könnte ein Mensch mit vorwiegend schlankmachenden Lactobacillen mehr essen ohne dabei dick zu werden.

Glücklicherweise können wir das Verhältnis unserer Darmbakterien mit unserer Ernährung beeinflussen. Bildlich beschrieben kann gesagt werden: Bakterien haben eine gewisse Vorliebe für bestimmte Lebensmittel. Umso besser man eine Art der Bakterien also füttert, umso besser gedeiht ihre Zahl. Zusätzlich scheint es so zu sein, dass eine Bakterienart eine andere unterdrücken kann – im Optimalfall unterdrücken die schlankmachenden also die dickmachenden Bakterien.

Wer sich hingegen durch eine stark zucker- und fettlastige Ernährung die kleinen Dickmacher im Darm heranzieht, braucht sich nicht zu wundern dass diese auf einmal sogar aus normal unverdaulichen Ballaststoffen Kalorien ziehen.
Eine hoch gelobte ballaststoffreiche Diät bewirkt dann nämlich genau das Gegenteil wie sie soll.
Die kleinen Biester können sogar durch Dopamin Ausschüttung (Glückshormon) dafür sorgen, dass es uns kurzfristig nach dem Genuss ihrer Lieblingsnahrungsmittel super geht.
– Langfristig ein Teufelskreis

Probiotika bzw probiotische Lebensmittel wie Joghurt können hier wahre Wunder wirken. Die Schlankmacher vermehren sich, die Dickmacher hungern aus – und schwupps werden bei selbem Kalorienverzehr weniger davon aufgenommen.

Lebensmittel wie zB Schwarzwurzeln, Zwiebel, Knoblauch, Spargel, Bananen, kalte Kartoffel und Reis (resistente Stärke) können die Anzahl der schlankmachenden Darmbewohner deutlich erhöhen.

Achtung jedoch vor Antibiotika, diese können das Darmsystem aus dem Lot bringen!

Generell rate ich von zu vielen Supplementen ab, aber wer Prä- oder Probiotika einmal versuchen will könnte damit einen weiteren Schritt in Richtung optimal funktionierenden Körper machen