Wie du bereits in meinem Artikel „Viel Fett macht Fett?“ erfahren hast, sind bestimmte Fettsäuren auch in der von mir vertretenen Low-Fat Ernährung extrem wichtig.
Heute möchte ich einmal etwas näher auf die überall angepriesenen Omega 3 Fettsäuren eingehen. Schützen sie nur unser Herz, oder helfen sie gar beim Muskelaufbau?

Um den Rahmen dieses Artikels nicht zu sprengen folgt hier eine Übersicht, welche Vorteile du aus Omega 3 Fettsäuren ziehen kannst
Omega 3:
– Verbessert die Durchblutung und fördert damit den Pump im Training
– Stellt schneller Energie bereit als andere Fettsäuren
– Unterstützt den Fettabbau durch Ausschüttung von Wachstums- und Schilddrüsenhormon
– Dient als Basis für wichtige weitere Hormone
– Erhöht die Proteinsynthese (allerdings nur bei gleichzeitig hoher Anzahl von Aminosäuren im Blut)
– DHA und EPA sensibilisieren Zellen für Insulin ( dadurch wird der anabole Effekt besser genutzt)
– Veranlasst eine höhere Glykogenspeicherung (Muskel erscheint praller)
– Hat antikatabole Effekte
– Senkt Blutfette
– Erhöht das gute Cholesterin HDL
– Hat einen blutdruckregulierenden Effekt
– Spielt bei der Heilung von Entzündungen eine große Rolle
– und vieles mehr….

Du siehst also, dass es gewiss kein Fehler ist auf seine Omega 3 Zufuhr zu achten!
In der Praxis sieht es jedoch leider so aus, dass du entweder tierische Omega 3 Quellen (vor allem Kaltwasserfisch wie zB Lachs) verzehren, oder entsprechend supplementieren musst. Zwar kann dein Körper aus pflanzlichen Quellen wie Ölen DHA und EPA selbst bilden, allerdings nur ca. 1/10 des täglichen Bedarfs.
Dieser liegt bei knappen 2gr EPA und 1,5gr DHA.

Sobald du deine Omega 3 Zufuhr im Griff hast, solltest du noch auf das im „Viel Fett macht Fett?“ angesprochene Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6 achten. Diese beiden Fettsäuren verhalten sich im Körper als Gegenspieler. Ist eine davon zu dominant, werden die positiven Effekte untergehen.
Daher sollten beispielweiße Öle wie Sonnenblumenöl ( 65% Omega 6 –  0 % Omega 3) gemieden werden. Weitere Kandidaten welche sich oft auch in verarbeitenden Lebensmittel verstecken sind:
Distel-, Sesam-, Erdnuss-, Mais- und Sojaöl.
Empfehlenswert hingegen sind kleine Mengen von Leinsamen-, Walnuss- und Rapsöl.
Der unangefochtene King ist und bleibt jedoch Fisch bzw Fischölsupplemente ( 0% Omega 6 – 100% Omega 3)