Jeder tut es – die meisten lieben es: Essen.
Doch was passiert mit all den Leckereien bevor wir die Überreste dem Porzellan-Gott darbieten?

Unsere Nahrungsaufnahme kann grob in 4 Bereiche gegliedert werden:

1: Der Mund
Hier erfolgt bei festen Speisen die mechanische Zerkleinerung.
Gut gekaut ist halb verdaut, ist nicht nur ein Sprichwort, sondern eine Wahrheit: Indem wir unsere feste Nahrung möglichst klein kauen, erhöhen wir damit die äußere Oberfläche. Dies ist sehr vorteilhaft für die weitere Aufnahme.
Zusätzlich wird mit dem Speichel ein Enzym freigesetzt, welches Kohlenhydrate aufspalten kann.

2: Der Magen
Wer glaubt, dass hier die meisten Nährstoffe aufgenommen werden, ist leider auf dem Holzweg:
Die Hauptaufgabe des Magens besteht darin, die Nahrung weiter zu zerkleinern. (Kurzkettige Fettsäuren und Wasser sind eine Ausnahme, diese werden hier aufgenommen)
Das zersetzen geschieht vor allem durch die sich im Magen befindende Salzsäure.
Die Nahrungsbröckchen müssen auf die Größe einer Stecknadelspitze zerkleinert werden, um in den Dünndarm zu gelangen.
Eine Reihe von weiteren Faktoren spielt eine Rolle wie „schwer“ eine Mahlzeit im Magen liegt.
Ein fettiges Steak, welches schlecht gekaut wurde, liegt daher deutlich länger im Magen als ein Proteinshake – daher kommt es zu Aufnahmezeiten zwischen 30min und mehreren Stunden.

3: Der Dünndarm

Der entscheidende Teil passiert im ca. 5Meter langen Dünndarm. Hier wird die Nahrung in kleinste Teilchen zerlegt, um die Nährstoffe anschließend mittels der Darmzotten über die Darmschleimhaut aufnehmen zu können.
Von Mensch zu Mensch ist die Beschaffenheit und Länge des Dünndarms verschieden, daher kommen Einige besser mit Fleisch zurecht – andere mit pflanzlicher Ernährung.
Auch hier sehen wir, dass es eine allgemeingültige „beste Ernährung“ NICHT gibt !

4: Der Dickdarm

Die Hauptaufgabe des ca. 3m langen Dickdarms besteht darin, aus dem Nahrungsbrei Wasser und Elektrolyte zu trennen, und sie dem Körper zurückzuführen.
Die im Dickdarm angesiedelten Bakterien machen sich gleichzeitig über die Ballaststoffe her und produzieren kurzkettige Fettsäuren ( Das erklärt wieso Ballaststoffe doch einige wenige Kalorien besitzen)
Bei gewissen Unverträglichkeiten können Zweifachzucker –  beispielweiße Milchzucker (Laktose) – hier für Probleme sorgen, sollten sie den Dünndarm „überlebt“ haben.
Die äußert sich dann beispielweiße in Blähungen.
Kleiner Tipp : Ist die Flatulenz (der Furz) stinkend, ist das Problem bei einer Proteinquelle als Ursache zu suchen.
Stinkt er nicht, sind es vermutlich Kohlenhydrate die nicht richtig verdaut werden.